Haare kämmen – aber richtig
7 Fehler, die du beim Kämmen vermeiden solltest, und Tipps für jeden Haartyp
Das Wichtigste in Kürze:
- Welche Fehler schaden dem Haar beim Kämmen? Nasse Haare kämmen, am Ansatz beginnen, zu viel Kraft einsetzen, zu selten oder zu oft bürsten, die falsche Bürste verwenden und Kamm sowie Bürste nicht reinigen.
- Worauf sollte ich bei meinem Haartyp achten? Locken lassen sich am besten mit einem grobzinkigen Kamm entwirren, glattes Haar profitiert von einer Paddelbürste, feines Haar braucht eine Rund- oder Skelettbürste für mehr Volumen und dickes Haar kommt mit einem Detangler am besten zurecht.
- Was hilft gegen elektrisch geladene Haare? Eine Ionenbürste oder feuchte Handflächen, die über das Haar gestrichen werden, neutralisieren die statische Aufladung schnell und einfach.
- Was tun, wenn sich die Bürste im Haar verknotet? Ein Kämmbarkeits-Spray auf die betroffene Stelle sprühen, Ruhe bewahren und jede Strähne einzeln und vorsichtig befreien.
Plantur 21: Für stärkeres Haar
Vorsicht : 7 Fehler, die du beim Haare kämmen vermeiden solltest
Haare kämmen gehört zur täglichen Beauty-Routine einfach dazu. Egal ob mit Kamm oder Bürste, schnell soll es gehen und möglichst wenig ziepen. Doch mit der falschen Technik kann man dem Haar sogar schaden. Spliss und sprödes, glanzloses Haar sind dann die Folge.
Hand aufs Haar: Welche dieser Don'ts machst du auch?
Fehler 1: Nasse Haare kämmen
Nasse Haare solltest du immer wie ein rohes Ei behandeln. Durch den Kontakt mit Wasser quellen die Haare auf, die Schuppenschicht liegt weniger dicht am Haarschaft und das Haar kann leichter brechen.Besser: Kämme deine Haare immer vor der Haarwäsche gründlich durch, damit sich Knoten nicht so leicht bilden. Nach dem Waschen entwirre deine Haare am besten mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm.
Fehler 2: Am Ansatz beginnen
Die meisten kämmen ihre Haare vom Ansatz nach unten. Befinden sich jedoch Knoten in den Längen, ziehen sie sich bei der Abwärtsbewegung immer weiter fest. Die Haare drohen abzubrechen oder verheddern sich in den Zinken.Besser: Entwirre zunächst vorsichtig die Spitzen und halte dabei deine Haare am Ansatz fest. Beginn in den Längen und arbeite dich Stück für Stück nach oben vor.
Fehler 3: Mit roher Gewalt bürsten
Wenn du es eilig hast, behandelst du deine Haare schnell unsanft. Durch den erhöhten Krafteinsatz riskiert du auf lange Sicht Frizz und förderst Haarbruch.Besser: Nimm dir ein paar Minuten Zeit und kämme deine Mähne sanft und vorsichtig. Weniger Kraft ist mehr Haar. Ein einzelnes gesundes Haar kann zwar etwa 100 Gramm tragen, beim kraftvollen Bürsten gelangt es aber schnell an seine Grenzen.
Fehler 4: Zu selten kämmen
Bürstest du deine Haare zu selten, riskierst du sprödes und glanzloses Haar. Nur regelmäßiges Bürsten sorgt dafür, dass der Talg von deiner Kopfhaut gleichmäßig in den Längen verteilt wird und so zu einem natürlichen Schutz und gesunden Glanz beiträgt.Besser: Bürste mindestens zweimal täglich, am besten morgens und abends. So bürstest du gleichzeitig Stylingreste und Schmutz aus deinen Haaren heraus.
Fehler 5: Zu oft und zu intensiv bürsten
Wie so oft gilt auch beim Kämmen: Die Dosis macht das Gift. Exzessives Striegeln kann deine Haarstruktur durch mechanische Reibung schwächen. Bei fettiger Kopfhaut führt übertriebenes Bürsten zusätzlich dazu, dass deine Haare schneller fettig aussehen.Besser: Den Ratschlag von Kaiserin Sissi mit den 100 Bürstenstrichen vergessen. Wenn die Borsten oder Zinken ohne Widerstand durch deine Haare gleiten, bist du fertig.
Fehler 6: Die falsche Bürste verwenden
Auch dein Utensil sollte auf deinen Haartyp abgestimmt sein. Für lockige Haare ist eine Bürste oft kontraproduktiv, ein Kamm ist die bessere Wahl. Als Langhaarmädels mit glatter Mähne bist du mit einer Paddelbürste gut beraten. Möchtest du mehr Volumen, greifezur Rundbürste.Besser: Unabhängig vom Bürstentyp solltest du Billigware meiden, die raue Nähte oder spitze Borsten hat und damit Kopfhaut und Haarstruktur schädigen könnte.
Fehler 7: Kamm und Bürste nicht reinigen
In den Borsten sammeln sich ausgefallene Haare, Hautschüppchen, Rückstände von Stylingprodukten, Schmutz und Talg. Reinigst du deine Bürste nicht regelmäßig, landet all das wieder im frisch gewaschenen Haar.Besser: Entferne nach jeder Benutzung die ausgefallenen Haare aus den Borsten. Reinige deine Bürste mindestens einmal pro Monat unter lauwarmem Wasser mit einem milden Shampoo.
Haartypen : Haare kämmen: Das solltest du bei deinem Haartyp beachten
Wie und womit die Haare am besten gekämmt werden, hängt vom jeweiligen Haartyp ab. Egal ob lockig oder glatt, dick oder fein, lang oder kurz: Gepflegt und glänzend soll es sein.
Lockiges Haar ist von Natur aus oft trockener als glattes Haar und braucht daher besonders viel Feuchtigkeit und Pflege. Shampoo und Conditioner ohne Silikone sind dabei besonders empfehlenswert.
Beim Kämmen gilt eine wichtige Regel: Locken nur im nassen Zustand entwirren, am besten direkt unter der Dusche, während der Conditioner noch einwirkt. So beugst du Haarbruch und Frizz effektiv vor. Als Hilfsmittel eignen sich ein Detangler oder ein grobzinkiger Kamm.
Zum Trocknen ist ein Föhn mit Diffusor-Aufsatz auf niedriger Stufe oft die bessere Wahl als Lufttrocknen. Denn im nassen Zustand quillt das Haar auf, wird porös und die Locken ziehen sich platt. Der Diffusor trocknet kontrolliert, schließt die Schuppenschicht und fixiert die Sprungkraft. Sprühe vorher einen Hitzeschutz auf, damit deine Locken nicht austrocknen.
Bei langen und glatten Haaren bilden sich beim Waschen gerne Haarknoten. Daher die Mähne bereits vor der Haarwäsche gut durchbürsten, am besten mit einer Paddelbürste mit Naturborsten.
Auch unter der Dusche lässt sich der Entstehung von Haarnestern entgegenwirken: Ein Kunststoffkamm mit groben Zinken ist ein idealer Helfer, um Spülung oder Haarkur Strähne für Strähne sanft in die Längen einzuarbeiten.
Feinem Haar fehlt es oft an Volumen und es kann besonders leicht brechen. Ein Shampoo ohne Silikone vermeidet unnötige Belastung. Beim Styling mit dem Föhn den Hitzeschutz nicht vergessen.
Für mehr Volumen den Ansatz mit einer Skelettbürste anföhnen, dabei auf Borstenspitzen mit Kunststoffkugeln achten, damit die Kopfhaut nicht verletzt wird.
Eine Rundbürste zaubert noch mehr Volumen ins Haar: Je länger das Haar, desto größer sollte der Durchmesser der Bürste sein.
Dickes Haar bringt auf natürlichem Weg viel Volumen mit, nimmt aber auch mehr Zeit bei der Pflege in Anspruch. Beim Bürsten lohnt es sich, die Haare in Partien abzuteilen, damit die Haaroberfläche geschont wird.
Bei eher trockenem Haar ist eine Paddelbürste mit Naturborsten empfehlenswert, damit sich der Talg der Kopfhaut gut im Haar verteilt und es schützt.
Wer einen sogenannten Detangler verwendet, profitiert von unterschiedlich langen Borsten, die auch durch dickes Haar gleiten, ohne zu ziepen.
Fliegende Haare : Was tun gegen elektrisch geladene Haare?
Vor allem beim Kämmen oder Föhnen tritt immer wieder ein unschönes Problem auf: Die Haare laden sich elektrisch auf und kleben im Gesicht oder stehen im wahrsten Sinne des Wortes zu Berge.
Der Grund ist einfach: Beim Bürsten entsteht Reibung, die dafür sorgt, dass sich jedes einzelne Haar mit positiv geladenen Teilchen auflädt. Durch die statische Aufladung stoßen sich die Haare gegenseitig ab und kreieren ungewollt den Struwwelpeter-Look.
Plantur Tipp: So werden fliegende Haare wieder glatt
Eine Ionenbürste verwandelt die Ladung der positiven Teilchen in negative und erzeugt so einen antistatischen Effekt.Eine günstigere Alternative: Die Handflächen mit etwas Wasser benetzen und über die fliegenden Haare streichen. Durch die Feuchtigkeit wird die elektrische Ladung besser abgeleitet und die Haare sind im Nu wieder glatt.
SOS-Tipp : Haar im Kamm verknotet: Was jetzt?
Bei aller Vorsicht kann es trotzdem passieren, dass sich das Haar im Kamm verknotet und das Utensil scheinbar unlösbar in der Mähne steckt. Besonders häufig passiert das bei Rundbürsten.
Doch bevor du zur Schere greifst, versuch es mit diesen Tipps:
- Ruhe bewahren: Erst einmal tief durchatmen und die Lage in Ruhe einschätzen. Widerstehe dem Drang, sofort an der Bürste zu zerren, das zieht den Knoten nur fester.
- Hochbinden: Steckt die Bürste im Unterhaar, binde die darüber liegenden Haare hoch, damit sich keine weiteren Haare im Utensil verfangen.
- Gleitfähigkeit verbessern: Sprühe eine Leave-In Kur oder ein Spray für bessere Kämmbarkeit großzügig auf die betroffene Partie. Alternativ kannst du auch Haaröl oder Conditioner einmassieren.
- Zeit und Vorsicht: Mit der extra Portion Pflege im Haar kannst du jede Strähne einzeln und vorsichtig befreien. Such immer nach den lockersten Stellen und arbeite dichgeduldig vor.
- Borsten abschneiden: Sollte das nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kannst du die Borsten der Bürste mit einer Schereabschneiden. So wird das Entwirren erleichtert.
- Hilfe holen: Ein zweites Paar Hände kann Wunder bewirken, besonders wenn sich der Kamm am Hinterkopf verknotet hat.
Die Plantur 21 #langehaare Routine
Beim Haare waschen:
- Nutri-Coffein-Shampoo einmassieren, 2 Minuten einwirken lassen, ausspülen.
- Anschließend Nutri-Conditioner auf die Längen und Spitzen – kurz einwirken lassen, ausspülen.
An Nicht-Waschtagen:
- Den Booster auf die trockene Kopfhaut auftragen, mit den Fingerspitzen einmassieren – fertig.
Häufige Fragen zum Haare kämmen
Immer an den Spitzen beginnen und sich Stück für Stück nach oben vorarbeiten, nie vom Ansatz nach unten ziehen. Vor der Haarwäsche die Haare gründlich durchkämmen, damit sich Knoten nicht festziehen. Nach dem Waschen die Haare am besten mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm entwirren.
Wichtig: Nasse Haare sind empfindlicher und brechen leichter, behandle sie deshalb besonders sanft. Eine Ausnahme bilden Locken: Sie sollten ausschließlich im nassen Zustand gekämmt werden, am besten direkt unter der Dusche mit Conditioner.
Das hängt vom Haartyp ab:
- Für glattes, langes Haar eignet sich eine Paddelbürste mit Naturborsten.
- Für Locken ist ein grobzinkiger Kamm die bessere Wahl.
- Wer mehr Volumen möchte, greift zur Rundbürste.
- Für dickes Haar ist ein Detangler mit unterschiedlich langen Borsten praktisch.
Grundsätzlich gilt: Billigware mit rauen Nähten oder spitzen Borsten meiden.
Mindestens zweimal täglich, am besten morgens und abends.
Regelmäßiges Bürsten sorgt dafür, dass der Talg von der Kopfhaut gleichmäßig in den Längen verteilt wird und so zu natürlichem Schutz und gesundem Glanz beiträgt.
Übertriebenes Bürsten sollte jedoch vermieden werden, da es die Haarstruktur durch mechanische Reibung schwächen kann.
Eine Ionenbürste erzeugt einen antistatischen Effekt und verhindert die statische Aufladung.
Eine einfache Alternative: Die Handflächen mit etwas Wasser benetzen und über die fliegenden Haare streichen. Durch die Feuchtigkeit wird die elektrische Ladung abgeleitet und die Haare legen sich wieder glatt.
Ruhe bewahren und nicht sofort zerren. Ein Kämmbarkeits-Spray oder Conditioner großzügig auf die betroffene Stelle auftragen, um die Gleitfähigkeit zu verbessern. Anschließend jede Strähne einzeln und vorsichtig befreien.
Im Notfall können die Borsten der Bürste mit einer Schere abgeschnitten werden.


